
Die Bundesregierung will beim Wohnungsbau teure Extras streichen und Bauherren mehr Spielraum geben. Was nach einer einfachen Lösung klingt, verlangt neue Regeln für Verträge und könnte die Branche vor eine Grundsatzentscheidung stellen.
Justizministerin Stefanie Hubig und Bauministerin Verena Hubertz treiben den Gebäudetyp E voran. Künftig sollen Bauherren und Auftragnehmer rechtssicher vereinbaren können, dass sie auf bestimmte Komfortstandards verzichten. Dazu zählen etwa zusätzliche Steckdosen oder aufwendiger Schallschutz. Sicherheitsanforderungen, insbesondere beim Brandschutz und bei der Statik, bleiben bestehen. Ziel sind niedrigere Baukosten und damit mehr bezahlbare Wohnungen. Der Entwurf sieht eine freiwillige, eigene Vertragskategorie vor. Genau daran gibt es Kritik: Teile der Union wollen einfaches Bauen zum allgemeinen Standard machen, statt eine Sonderform einzuführen. Die Länder und Verbände sollen den Entwurf prüfen. Ob und wann die neuen Regeln greifen, hängt vom weiteren Gesetzgebungsverfahren ab.
Quelle: immowelt impuls, Morning Briefing (27.10.2026)
Die kostenlosen und frei zugänglichen Inhalte dieser Webseite wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Huther Immobilien übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten kostenlosen und frei zugänglichen Ratgeber, Artikel, News und Beiträge. Die Inhalte ersetzen keine juristische Beratung, sondern dienen lediglich der thematischen Übersicht und dem allgemeinen Verständnis.