
Die Renditen langlaufender Bundesanleihen sind auf bis zu 3,2 Prozent gestiegen. Während Anleger wieder von laufenden Erträgen profitieren, verteuert die Zinsentwicklung die Refinanzierung für den Staat sowie die Kredite für private Hauskäufer erheblich.
Der Anstieg zehnjähriger Bundesanleihen auf rund 3,2 Prozent sowie 30-jähriger Papiere auf 3,7 Prozent untermauert das Ende der jahrelangen Niedrigzinsphase und begräbt Hoffnungen, dass Immobilienkäufer in absehbarer Zeit wieder günstiger finanzieren können. Ursachen für die höheren Renditen sind die geldpolitische Wende der Zentralbanken, das Ende großer Wertpapierkäufe sowie geopolitische Spannungen und Rohstoffpreissteigerungen durch den Iran-Krieg. Während Anleihen für Investoren eine attraktivere Alternative zu Aktien darstellen, verteuern sich staatliche Schulden und Immobilienfinanzierungen. Der Baugeldindex der Finanzberatung FMH weist für zehnjährige Kredite derzeit einen durchschnittlichen Bauzins von 4,1 Prozent aus. Dies erhöht den Druck auf den Wohnungsbau sowohl für gewerbliche Bauherren als auch private Häuslebauer.
Quelle: immowelt impuls, Morning Briefing (20.08.2026)
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